Samstag, 16. Juli 2011

Moonlight-Beach-Party

Hab gerad im Sand am Strand des Viktoria-Sees getanzt! Ein fantaschischer Tag geh zuende! Details Morgen - vielleicht!

Freitag, 8. Juli 2011

Nachtrag

Hier noch einige Bilder von den Dancing Rocks und dem Blick vom Krankenhaus auf den lake Victoria.






Zott Sahne Joghurt


Ich komme gerade mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen aus Mwanza!
Da David und ich uns beim Bouldern am Sonntag Oft einen Weg durch Dornen und Gestrüpp kämpfen mussten war die eigentliche Mission das Besorgen einer Machete. Ich hatte sogar schon mal  im Vorbeigeheneinen Laden gesehen, der Macheten verkauft und wusste gleich wo ich hin muss. Die Dinger sind alle riesig groß und sehen alle aus wie brutale Schwerter!
Ich hab noch nie so richtig was mit Waffen am Hut gehabt also neheme ich die stylischte machete mit dem gewissen Understatement (wenn es so etwas bei Macheten überhaupt gibt). Da ich so nett frage oder so doof gucke bastelt mir der Verkäufer auch gleich noch ein Etui aus Pappe - alles für ca. 5 Euro.
Nachdem die Machete unauffällig im Rücksack verschwindet bin ich auf einmal in Kauflaune und besorge auf dem Markt noch einen Becher, Zahnpasta, das beste Insektenvernichtungsmittel der Welt und eine Bud-Spencer und Terence Hill Film-Kollektion.
Ich freue mich über meine neuen Schätze und bemerke erst im Wohnheim, dass mein Netbook ja gar kein CD-Laufwerk hat...

Ich fühl mich in Mwanza schon deutlich weniger überfordert als noch vor zwei Wochen und kenn mich jetzt auch schon ein bisschen aus! Außerdem kann ich jetzt schon Feilschen...aber meist ohne großen Elan, da hier für westliche verhältnisse alles sehr sehr günstig ist.

Im Krankenhauswar stellt sich langsam auch ein wenig Routine ein: nach einer unterirdischen Präsentation (eine Stunde) eines Assistenzarztes in der Morgenbesprechung war die Visite wieder sehr spannen aber wegen die hiesigen Krankheitsbilder teilweise auch irritierend.

Ich geh jetzt noch mit David auf ein Bier ins Digital...Tschööö



Der Todersstreifen für Ungeziefer

They called him Machete!

Donnerstag, 7. Juli 2011

BOULDERN!


Nach wohlverdientem Ausschlafen am Sonntag und Frühstück im Bett war am Sonntag dann Bouldern angesagt.
David kennt einen Typen des hier als Kunst-Maler arbeitet, also im traditionellen Stil. Und zu dem sind wir dann gefahren, weil sein Dorf ein bisschen weiter außerhalb liegt und dort massig Boulder von der richtigen Größe sind. Und das Dorf ist klasse. Alle Leute sind hier sehr höflich und da wir in John’s Begleitung sind, erkundigt sich jeder wer wir denn sind und was mit dem großen Rucksack wollen. Im allgemeinen sind hier alle sehr Jung, Frauen in meinem Alter haben mitunter schon fünf Kinder und balancieren alle möglichen Lasten auf Ihrem Kopf.
Natürlich wurden wir erst mal ins Haus eingeladen und die ganze Familie begutachtete uns, konnte allerdings nicht so richtig verstehen, was wir vorhatten. Doch nach einiger Zeit verlieren, die meisten das Interesse an uns, da jetzt gerade Mittagessens-zeit ist und auch wir ziehen weiter zu Bouldern die ein bisschen weiten außerhalb liegen. Hier finden wir ein paar echt schöne Boulder. Das Gebiet ist allerdings so groß, das wir uns an diesem Nachmittag noch gar keinen richtigen Überblick verschaffen können, nicht zuletzt das vieles von dichtem Graß und Buschwerk überwuchert ist. (à s. Machete)
Wir finden dann zum Abend hin noch zwei schöne Boulder die wir zu unserem Projekt machen, während wir von Pavianen beobachtet werden.
Als wir gerade aufbrechen wollen, ruft John an und fragt, ob alles in Ordnung sein und lädt uns ein noch einmal bei Ihm vorbeizukommen. Bei ihm <angekommen ernten wir dann großes Lob für unsere Kletterkünste und ich beschließe den zahlreichen total coolen Kindern nächstes Mal die Kakao-Strohhalme aus Deutschland und ein bisschen Milch mitzubringen.
Auf dem Rückweg kaufen wir dann noch einen traditionellen tansanischen Kühlschrank: ein Krug aus gebranntem Ton, den man mit ein wenig Wasser befüllt. Das verdampfende Wasser sorgt so für ein kühles Inneren (mit z.B. Cola-Flaschen). Und das alles nachhaltig aus nachwachsenden Rohstoffen, ohne Strom und fast CO² neutral in der Herstellung.
Zufrieden und hungrig beenden wir den Tag bei besten Burger-laden der Stadt!











Frisbee


Johanna ist seit Samstag leider mit ihrem PJ hier fertig und wieder in D. 
Deswegen hab ich mir mal andere Gesellschaft gesucht und mich mal bei den Schweden gemeldet. Ich war dann mit A. erst mal auf dem Markt, da sie unbedingt noch Stoffe kaufen wollte um sich ein Kleid nähen zu lassen. Ich habe zwar auch viele interessante Dinge gesehen, aber da (fast) kein Geldautomat in Mwanza an diesem Samstag noch Geld hatte, blieb es beim Sehen.
Auf dem Weg zu meiner Lieblingseisdiele fand mich ein Betrunkener dann auch wieder so interessant, dass er mach gleich festhalten  und mir ganz dringen was auf Swahili erzählen musste. Ich versuchte es mit Nein, Danke und mit Tut mir leid, Nein (das funktioniert sonst immer), doch erst bei Alles klar gut, Gut!,  gab er dann endlich meine Hand frei.
Weniger als der Betrunkene, sammelte meine neue Begleitung bei dieser Aktion Minuspunkte, da sie ganz gleichgültig einfach weitergelaufen war. Naja. Der Typ war eigentlich gar nicht der Rede wert und auch nicht bedrohlich, nur meine Begleitung eben … ungünstig. Wir finden dann doch noch einen Geldautomaten der noch Schein führt und genießen auf der Dachterrasse eines Alien-Hotels (Gebäude die einfach nicht zu Mwanza passen) ein kaltes Erfrischungsgetränk.
Danach muss ich dann schnell zurück, denn jetzt geht’s mit David zum Ultimate-Frisbee. Für alle die das nicht kennen: Im Prinzip wie American Football nur mit einer Frisbee und ohne Umhauen. Alle spielen zusammen, Schwarz und Weiß, Alt und Jung, alle auf Augenhöhe und eigentlich mehr miteinander als gegeneinander. Es macht riesig Spaß, ich komme dann irgendwann aus der Puste und merke, dass mir das die letzten Wochen gefehlt hat.
David und ich sind danach erschöpft und zufrieden und lassen den Abend wieder einmal im New Mwanza  Hotel ausklingen.
Ich bestell mir extra scharfe gebratene Nudeln – die auch wirklich extra scharf sind, was meinem Verdauungstrakt weniger gut bekommt…. Macht aber nichts, war ein toller Tag!

Freitag, 1. Juli 2011

Versorgungsengpässe

Das Wasser geht seit meiner Dusche gestern morgen immer mal und immer mal nicht. Leider geht es immer dann, wenn ich duschen will gerade nicht. Schade. Insbesondere für meine Mitmenschen. Eigentlich hatten wir vor heute Abend clubbing zu gehen. Ich hoffe einfach, dass es dort so dunkel und müffelig ist, dass ich nicht weiter auffalle.
Außerdem sind die ganzen Geldautomaten hier am Krankenhaus gerade leer. Ich hoffe, dass uns der Strom erhalten bleibt.
Ansonsten sehe ich es als Wink des Schicksals und bleibe zu Hause (ohne Strom keine Musik).

Mittwoch, 29. Juni 2011

Wie heißt die Kocherklemme auf Englisch?

Ich bin nach nunmehr 9 1/2 Stunden im OP echt erschöpft aber glücklich. Ich hab heute viele interessante Operationen gesehen. Angefangen bei Handballgroßen cytischen Hygrom am Hals, weiter mit einer Schädel-OP, bei der ein bisschen Gehirn herausgeschaut hat. Danach Schwubs-die-wubs in die Kinderchirurgie zur Analatresie! Hier durfte ich dann auch an den Tisch. naja, da der Facharzt und der Chef operiert haben, war ich quasi die OP-Schwester. Da zuerst das Falsche Instrumentenset aufgemacht wurde und bei dem neuen Set die Hälfte fehlt, ist die Stimmung ein wenig im Keller. Als die Beiden dann noch merken, dass ich kein einziges Instrument richtig an reichen kann (danach wird nämlich logischerweise auf Englische verlangt). Erst schimpfen die Beiden ein bisschen (da dies auf Kiswahili geschieht kann ich diesen Sachverhalt nur anhand einzelner, mir geläufiger Vokabeln vermuten). Danach werde ich einfach ignoriert und sie bedienen sich über mich hinweg am Instrumentetisch. Ich nehme es gelassen und freue mich, dass ich soviel von der echt interessanten OP sehen kann. Im laufe der OP erkenne ich dann doch ein Paar Muster und kann durch mit- und vorrausdenke glänzen. Der Typ aus Deutschland scheint vielleicht doch nicht so doof zu sein wie anfangs vermutet.

Danach ist noch eine OP. Uretherplastik - Hier findet heute eine buntes Pott-Püree (?) der chirurgischen Disziplinen statt!!! Als klar ist, dass nur noch ich zum assistieren da bin ist es sichtlich nicht begeistert. Nimmt es jedoch mit gelassen mit einem ehrlichen und freundlichen Grinsen. Die OP läuft gut, ist interessant und mein Ruf für heute wieder gerettet (oder jedenfalls auf NEUTRAL).

Außerdem hat heute auch Devan auf der Chirurgie angefangen. Ein Student aus Kanada. Auch ihm fallen hier gewisse Unterschiede zur Chirurgie in seinem Heimatland auf. Ich versuche ihm so gut es geht, das zu erklären was ich schon weiß.
Im laufe des Tages stellt sich raus, dass Devan und seine beiden anderen Kumpels aus Kanada auch klettern! Doch aufgrund der spannenden OPs geht dieses Thema fast unter. Und wir beschließen, dass heute Abend bei Pizza zu besprechen.

Ich hatte zwar gerade schon meine Mishkaki und chips mayai (dringend notwendig), aber gegen ein Bier in der Pizzeria ist glaub ich nichts einzuwenden. Also auf geht'!







Kocherklemme auf Englisch: Hemostat (Kocher-Hemostat)