Also, Sonntag war also Shaggy Tag! Ganz Mwanza war schon seit einer Woche ganz aus dem Häuschen und am Samstag lief Best-of–Shaggy in fast allen Dalla-Dallas rauf und runter.
Es fing gleich gut an, ich hatte gerade die Tickets gekauft und hielt nach Johanna und David Ausschau. Vor dem Stadium, an dem sich offensichtlich ganz Mwanza plus Umgebung versammelt hatte, entstand ein wenig Tumult in meiner Nähe und einige Langfinger wollten die Gelegenheit für sich nutzen um mich um meine Brieftasche zu erleichtern.
Aufmerksam und blitzschnell (natürlich!) hab ich aber zum Portemonnaie gegriffen, woraufhin ich am Arm gepackt und gezogen wurde. Alles ging ziemlich schnell, ich bin losgekommen und andere Leute haben den Typen weggeschubst.
Vorbei an den vielen Kindern, die noch das letzte Geld für den Eintritt zusammenkratzen und den Milizpolizisten ging es dann ins Stadium, das aufgrund seiner Sicherheit in Deutschland wahrscheinlich nicht einmal für die Kreisklassenspiele ein Zulassung erhalten hätte. (Ich übertreibe ein wenig, aber nur ein wenig).
Die zahlreichen Vorbands spielten hautsächlich Bongo Flava (Tansanischer Hip-Hop)und waren eher zweitklassig. Das Publikum sie auch nicht so richtig mitreißen. Dafür waren die Chipsis und unser kleines Pick-Nick sehr lecker und das Wetter doch besser als vorhergesagt (Trotz Regen-Vorhersage bullenheiß).
Als Shaggy dann mitsamt seiner bewaffneten Miliz-Schutztruppe kam, waren alle ganz aufgeregt. Es dauerte noch ein bisschen bis alles für ihn fertig war, doch dann bot er eine Großartige Show vor ungefähr Zwanzigtausend Leuten (von David geschätzt – kommt ungefähr hin).
Da die Leute im Laufe des Tages immer betrunkener wurden, entdeckten immer mehr junge Männer ihren Spaß an Randale und die daraus resultierende Konsequenz: Eskorte von der Miliz in den Gefängnis-Bus.
Um nicht auch in Tumult oder sogar den Gefängnis-Bus zu geraten, sind wir schon kurz vor dem Ende des letzten Liedes gegangen. Dies sollte sich draußen als sehr klug herausstellen. Man mochte fast meinen das Shaggy draußen aufgetreten ist: Es war einfach nur gedrängt voll, dunkel und laut. Und man musste ständig aufpassen nicht überfahren zu werden.
Vollkommen erschöpft haben wird den Abend bei sehr leckerem Essen im New Mwanza Hotel noch gebührend ausklingen lassen.
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